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In den vergangenen Jahrzehnten arbeiteten Organologen
wie Wolf Bergelt, Dietrich Kollmannsperger, Gerhard Raabs † oder Dagobert
Liers vorbildlich an der Erforschung der Orgellandschaft Brandenburg.
Ihre Erkenntnisse sind ein Pfund, mit dem noch
viel stärker zu wuchern ist. In den Orgellandschaften Sachsen oder Norddeutschland
beispielsweise ist dieser uns überkommene Reichtum längst fester Bestandteil
der Kulturpolitik und des Kulturtourismus.
So manche Region profitiert davon. Die Uckermark
ist wie kaum ein anderes Brandenburger Gebiet mit
historisch
wertvollen Orgeln Joachim Wagners und seiner Schüler förmlich "gespickt".
Es war eine Eigenart des Meisters, bei einem Großauftrag möglichst auch noch
ein paar Dörfer in der Umgebung zu "verorgeln". Das gilt z.B. für
Felchow
(1745),
Flemsdorf (1745) - beide bei Angermünde -,
Sternhagen
bei Prenzlau, wohin im 19. Jh. eine Wagner-Orgel aus
Gramzow
(1736) umgesetzt worden war. Auch
Wartin
an der Randow kann sich seit drei Jahren einer Wagner-Orgel sicher sein.
Aus der Wagner-Schule finden wir gleich zwei
Instrumente in der Region: die
Migendt-Orgel
zu Ringenwalde (1760) - das einzig erhaltene originäre Instrument
dieses bedeutendsten Wagner-Nachfolgers [1703-1767] und die
Orgel in Falkenwalde
(1770) von Ernst Julius Marx (1728-1799).
Für die Erhaltung und Teilrekonstruktion der
Migendt-Orgel zu Ringenwalde und der Wagner-Orgel in
Felchow engagieren sich
Fördervereine, alle anderen Orgeln rufen dringend nach Schutzengeln.
Viele weiterführende Informationen finden
sich auf den Webportalen
Uckermark
Kirchen von A-Z sowie
Kirchen der Uckermark.
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