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St. Marien strahlt wieder
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"Wie eine Weltstadt lag Randemünde da, mit seiner mächtigen
Marienkirche, dem Kloster, dem Pulverturm und überhaupt".
So Ehm Welk, Angermündes bekanntester Literat in seinem Buch "Heiden von Kummerow".
St. Marien, bis heute das Wahrzeichen von
,
wurde um 1250 zunächst aus Quadersteinen errichtet. Im 14. und 15. Jahrhundert
erfolgte die Erweiterung als hochgotischer dreischiffiger Backsteinbau. Der
immerhin 53 Meter hohe Querturm ist der größte Feldsteinturm des Landes Brandenburg.
Eiszeitliche Steine fanden an vielen Bauten und Straßen Angermündes Verwendung.
Die Kirche liegt auf der höchsten Erhebung des Stadtgebietes.
Auffällig
sind die geschlossenen Außenmauern und wehrartigen Fensterschlitze. Nur das
Glockengeschoß trägt architektonischen Schmuck. Die treppengiebelbekrönten
Backsteinobergeschosse stammen aus dem 15. Jh., als die Kirche um Marienkapelle
und Sakristei erweitert wurde sowie ein sechzehnstrahliges Sterngewölbe im
Langhaus und im Chor erhielt. Neben den Renaissancereliefs aus dem 16. Jahrhundert,
einem bronzenen Taufdeckel mit zartlinearen Hochreliefs aus dem 14. Jh.,
lohnt vor allem der Blick auf die prachtvolle barocke Wagner-Orgel aus dem
18. Jahrhundert. Sie und die Angermünder Sommerkonzerte (seit 1979) haben
der Kirche zu neuer Bekanntheit verholfen.
Seit Mitte Juli 2003 läuft die vollständige Sanierung der Kirche. Im ersten
Bauabschnitt wird die Dachkonstruktion aus Mitteln der Stiftung Denkmalschutz,
der Evangelischen Kirche und durch ABM-Maßnahmen erneuert. Dafür stehen zunächst
150 000 € zur Verfügung. Die Sanierung von Fassade, Kirchenraum und die Teilrestaurierung
der Wagner-Orgel folgen bis 2006. Die Gesamtkosten von 2,4 Millionen € sind
noch nicht vollständig gesichert.
Der Besuch der Kirche ist in Stadtführungen enthalten.
An den vierjährigen Sanierungsarbeiten beteiligte sich die Deutsche
Stiftung Denkmalschutz mit 140.000 Euro. Insgesamt stellte die private Denkmalschutz-Stiftung
seit 1990 allein für 180 kirchliche Denkmale in Brandenburg über 21 Millionen
Euro zur Verfügung.
St. Marien in Zahlen:
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